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Kilometer - KAPILLAREN - hat der Mensch-

Kapillaren ein Baustein des Lebens ohne SIE kein Sauerstoff / Stoffwechsel

INFOBOX - AUSZUG aus WIKIPEDIA

Kapillaren (Haargefäße) sind in der Anatomie (Histologie) von Menschen und Tieren kleinste Gefäße. Statt des dreischichtigen Wandaufbaus aus Tunica intima, T. media und T. adventitia, wie ihn größere Gefäße aufweisen, besitzen Kapillaren lediglich eine Intima mit einer Basalmembran.

Kapillaren werden unterschieden in Blut-, Lymph- und Luftkapillaren.

Blutkapillaren

Blutkapillaren sind etwa 0,5 Millimeter lang und haben ein Lumen von 5 bis 10 Mikrometern. In den meisten Organen und Geweben des Körpers bilden sie ein feines Netzwerk – das Kapillarnetz (lat. Rete capillare) –, das von Arteriolen gespeist und über Venolen drainiert wird. Die Kapillardichte ist in den einzelnen Geweben unterschiedlich und entspricht etwa der mittleren Stoffwechselaktivität. Lediglich die Hornhaut, die Augenlinse, Horngebilde, hyaliner Knorpel und Epithelien sind kapillarfrei. – Blutkapillaren sind nicht mit bloßem Auge sichtbar. Entdeckt wurden die bereits im 13. Jahrhundert von dem syrischen Arzt Ibn al-Quff postulierten[1] Kapillaren erstmals 1661 von dem italienischen Anatomen Marcello Malpighi in einer Froschlunge.

Über die Kapillaren findet ein ständiger Stoffaustausch statt: Mittels Mikrozirkulation werden dem Gewebe Nährstoffe zugeführt sowie die Abfallstoffe (Stoffwechselendprodukte) abtransportiert. Die dünnen Kapillarwände sind semipermeabel (halbdurchlässig) und bestehen aus einer Schicht Endothelzellen, die einer Basallamina aufsitzen, in die zumeist Pericyten eingeschaltet sind.

Unterschieden werden drei Bautypen von Kapillaren:

  • Kontinuierliche Kapillaren besitzen eine geschlossene Endothelschicht und erlauben daher nur den Durchtritt (Permeation) sehr kleiner Moleküle.
  • Fenestrierte Kapillaren („gefensterte Kapillaren“) haben zwischen den Endothelzellen 5 bis 12 Nanometer[2] kleine Poren („Fenster“), durch die kleinere Proteine hindurchtreten können. Solche fenestrierten Kapillaren finden sich in endokrinen Drüsen, im Darm, in der Bauchspeicheldrüse sowie in der Niere. Die größten Poren befinden sich in den Nierenkörperchen.
  • Sinusoide sind erweiterte Kapillaren, die ebenfalls fenestriert sind und eine fenestrierte Basallamina aufweisen. Die Poren der Sinusoide sind etwa 70 bis 80 Nanometer groß[3] und erlauben die Permeation von größeren Proteinen sowie von Blutkörperchen. Sie finden sich in der Leber (→ Lebersinusoide), in der Milz, im Knochenmark, in den Lymphknoten sowie im Nebennierenmark.

Lymphkapillaren

Lymphkapillaren stellen den Anfangsabschnitt des Lymphgefäßsystems des Menschen sowie von vielen Wirbeltieren dar. Sie enden blind und sind mit Ankerfilamenten zwischen den Zellen des Gewebes eingebettet. Lymphkapillaren bestehen aus einer einfachen Lage flacher Zellen, die miteinander verbunden sind – dem Endothel –, aber Lücken aufweisen, durch die Gewebsflüssigkeit einfließen kann. Die Endothelzellen überlappen einander mit eichenblattartigen Ausstülpungen, die wiederum durch eine Kittsubstanz aneinandergeheftet sind. Dazwischen ergeben sich jene Lücken, die so groß sind, dass durch sie unter anderem sogar Zellen (z. B. Bakterien, Leukozyten), Fremdkörper oder Eiweiße (z. B. Albumin, Antikörper, Fibrin) in die Lymphkapillaren eindringen können. Deswegen ist deren Lumen mit 30 bis 50 Mikrometern auch deutlich größer als das der Blutkapillaren (s. o.), wodurch das Lymphsystem in der Lage ist, beispielsweise bei Verletzungen Exsudat abzutransportieren.

Die mit übergetretener Gewebsflüssigkeit – der Lymphe – gefüllten Lymphkapillaren münden in größere Lymphgefäße, die die Lymphe schließlich den Lymphknoten zuführen.

Luftkapillaren

Luftkapillaren (Pneumocapillares) sind das Luftaustauschgewebe der Vogellunge. Zum einen bilden hier die Luftkapillaren selbst ein Netz aus Röhren, die meist untereinander kommunizieren; zum anderen ist dieses Röhrennetz weiters von dichten Blutkapillarnetzen umgeben. Im Gegensatz zu den Lungenbläschen der Säugetiere handelt es sich bei den Pneumocapillares der Vögel nicht um ein blind endendes System, sondern um ein offenes (Röhren-)System.

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